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Ver­spottung

Da steht er, du blickst direkt auf Jesus. Er ist der Verurteilte. Die Soldaten hatten ihn gepackt, ihn in die Burg gezerrt. Sie rissen ihm die Kleider vom Leib, banden ihn an eine Säule und peitschten ihn aus. Danach warfen sie ihm einen roten Mantel um, flochten eine Krone aus Dornen und gaben ihm einen Stock in die Hand. So steht er nun vor dir.

Die Soldaten spotteten: "Was für ein feiner König. Seht nur sein Gewand, die Krone und das Zepter!"

Sie johlten vor Vergnügen. Endlich hatten sie genug von ihrem Spiel. Sie banden Jesus los und führten ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen.

In dieser Geschichte gibt es viele Rollen. Und wir selbst kennen das bei uns auch so. Manchmal ist jemand wie Jesus:
Die Person wird ausgelacht oder ausgeschlossen. Sie fühlt sich traurig und verletzt. Manchmal stehen Menschen nur daneben und schauen zu. Sie sagen nichts. Und manchmal machen Menschen selbst mit und lachen über andere. Vielleicht kennst du das auch. Vielleicht denkst du dann:

  • "Hört auf!"
  • "Lasst mich in Ruhe!"
  • "Warum gerade ich?"

Manche sagen dann abfällig: "Das war doch nur Spaß!" Aber es ist kein Spaß, wenn jemand traurig wird. Dann fühlt man sich allein und ausgeschlossen.

Manchmal fühlt man sich ganz schlecht. Man wird geärgert oder ausgelacht. Dann fühlt man sich wie ein Opfer. Man denkt:

  • "Ich weiß nicht mehr weiter."
  • "Das hört nie auf."
  • "Warum passiert das mir?"

Vielleicht denkt man sogar: "Gott, bist du noch da?" "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Deine Gedanken finden sich vielleicht in den Aussagen von Jugendlichen an der Pinnwand wieder.

Auf der rechten Seite klebt ein weißes DinA 4- Blatt am schwarzen Tuch. Nimm den UV-Stift und beleuchte das Bild! Du wirst sehen: Du bist nicht alleine. Es gibt Hilfe. Es gibt Hoffnung. Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.

Manchmal ist man wütend oder traurig. Das ist okay. Aber: Kein Mensch ist ein Boxsack.

Wenn du viel Wut hast, kannst du sie anders rauslassen: beim Rennen, Springen oder Boxen gegen einen Sack. So tust du niemandem weh und du fühlst dich danach besser.

Hast Du Ideen, wie Menschen aus einer Situation des Ausgegrenzt-Seins, des Mobbings und der Verspottung herauskommen? Schreibe es auf einen Zettel und klebe ihn auf die Pinnwand an der gegenüberliegenden Seite.

Zufällige Begegnungen – wir kennen das und wir erfahren dabei manchmal Überraschendes. So auch Jesus.

Geh weiter in den nächsten Raum. Dort beginnt der Kreuzweg – Jesus muss das schwere Kreuz den Berg Golgatha hinaufschleppen. Ein Kreuz, noch größer als ein erwachsener Mensch, zwei schwere gekreuzte Holzbalken.

Die Station in Bildern

    Alle Fotos auf dieser Seite: Uwe Rieder